„Poster-Action“

 

Unser neues Poster, „akzepTanz“ erhaltet Ihr druckfrisch

auf der Veranstaltung am 10.10.17, mehr dazu unter Termine!

und evtl. beteileigt Ihr euch an unserem nächsten Plakat persönlich,
auf der Veranstaltung, mit der Antwort auf die Frage:
Legasthnie,
ist das dumm der nuhr doof

1.Poster-Aktion 2016
laslegasplakat-a3

                                                                                                  Mach mit!
Das ist weder dumm noch doof,
nur eine andere Sicht der Dinge.
Die Listen berühmter Legastheniker sind lang,
– kann man googeln –
aber darum geht es nicht. .

Legastheniker haben einzig ein Problem das Erlernen unserer Kulturtechnik…

… der Schrift. / oder heißt des dann, die Schrift?
Lesen und Schreiben sind elementare Kulturtechniken unserer Zeit.
– Die vielleicht in Zukunft auch wieder an Wert verlieren. –
Dieser Technik nicht mächtig,
ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mitunter erheblich erschwert.
Deshalb sollte der Fokus auf dem Wort „erlernen“ liegen.
In diesem Sinne, hoffe ich mit dieser Aktion eins zu erreichen:

AkzepTanz

Freue mich über ihre Unterstützung und bedanke mich bei Udo Paulus

Udo Paulus, 59 Jahre, ist erfolgreicher Unternehmer in Düsseldorf.
Er ist Legastheniker, liebt das Wort, schreibt gerne Gedichte und
hatte den Mut nicht nur sein Gedicht,
sonder sein Gesicht, für diese Aktion zur Verfügung zu stellen.

Das Wort
ist der Ort
in dem Labyrinth
wo meine Gedanken sind.
Dort bin ich Frei
und übermale auf der Staffelei
die mir zugefügten Narben,
mit bunten Farben.

                                                     Capitan

Was bedeutet Legasthenie?

„Wortblindheit“ – so wurde dieses Phänomen treffender weise im 18. Jahr-hundert bezeichnet. Heute diskutieren Wissenschaft und Pädagogen um, und über die Begriffe: Legasthenie, LRS Leserechtschreibschwäche, Leserechtschreibstörung, Dislexie, …

Letztendlich betroffen sind Kinder und Erwachsene, die das Lesen und Schreiben nur extrem schwer Erlernen.
Wobei jede Legasthenie oder Schwäche anders ausgeprägt, evtl. auch anders ursächlich und anders verortet ist. Somit vielen, auch unterschiedlichen Faktoren unterliegt.
Es geht um eine andere Art der Wahrnehmung, sowie phonologischer Bewusstheit, die das Codieren und Decodieren von Zeichen erschwert.

Schrift ist nichts anderes, als das Entziffern von Zeichen.

Dazu brauchen wir unsere Sinnesorgane, Augen und Ohren sowie die Schaltzentrale, das Hirn. Alles Organe die geschult werden können, bzw. wie ein Muskel trainiert werden können.

Laut WHO ist eine Lese- und Rechtschreibstörung vorhanden, wenn anhaltende und eindeutige Schwächen im Bereich des Lesens und der Rechtschreibung nicht auf eine unterdurchschnittliche Intelligenz, das Entwicklungsalter, fehlende Beschulung oder psychische Erkrankungen zurückzuführen sind.

Legasthenie ist ein Phänomen, welches ca. 5-10% der Weltbevölkerung betrifft.

Erster Aktionstag Legasthenie und Dyskalkulie

 Mach mit!
Diese Aktion läuft bis zum 29.9.2017

Zum 1. Mal wird am 30.9.2016 der Tag der Legasthenie und Dyskalkulie ausgerufen, um deutlich zu machen, dass für die betroffenen Kinder in der Bildung noch viel getan werden muss. Die gemeinsame Kampagne der Deutschen Kinderhilfe und des BVL „Bessere Bildungschancen für Kinder mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie!“ soll helfen, die Chancen in unserem Bildungssystem zu verbessern.

Wünschenswert wäre, dass in den Schulen flächendeckend qualifiziert gefördert wird, damit alle Kinder schnelle und direkte Unterstützung bekommen. „Alle Schülerinnen und Schüler brauchen eine individuelle Förderung durch qualifizierte Pädagogen oder Therapeuten, sowie einen Nachteilsausgleich und Notenschutz bis zum Schulabschluss, um einen begabungsgerechten Schulabschluss zu erreichen“, fordert Tanja Scherle vom BVL-Vorstand. Als Pädagogin sieht sie auch eine besondere Herausforderung in der Qualifizierung von Pädagogen. Eine flächendeckende Weiterbildung findet bis heute nicht statt. Prinzipiell muss beim Lehramtsstudium kein Kurs zu den Teilleistungs-schwächen Legasthenie und Dyskalkulie belegt werden. Dies bedeutet, dass durchaus nicht jede Lehrkraft über die Ursachen, Auswirkungen und notwendigen Unterstützungsmaßnahmen informiert ist und so, trotz großem persönlichen Engagements, nicht nachhaltig fördern kann.
Mehr dazu: hier

„Las Legas“ – für die Rechte von legasthenen Menschen

Die Akzeptanz von Legasthenie im Allgemeinen und das Wissen um Diagnose, Gesetze und Fördermöglichkeiten ist bei Eltern, wie bei Lehrern, oft gering. Dies gilt es auf beiden Seiten zu ändern. Eltern bzw. Schüler sind vom Kenntnisstand, Verständnis und Wohlwollen der Lehrer und Jugendämter abhängig. Die Lehrer, die ein Ausbildung System durchlaufen haben, in dem Sie evtl. nie etwas von diesen Begriffen gehört haben, sind mitunter Prügelknaben für frustrierte Eltern, die Schuld liegt augenscheinlich in unserem Bildungssystem. Die Jugendämter wiederum sind abhängig von der Finanzlage der Kommune und vom Führungsstil, bzw. der Sichtweise dieser Problematik in der Amtsphilosophie des jeweiligen Hauses. Bei beiden Institutionen, Schule und Jugendamt, gibt es, Land auf Land ab, Leuchtend Beispiele, Schwarze Schafe und eine Riesige Grauzone.

Das stellt die Eltern vor Herausforderungen, denen sie sich stellen sollten und gleiches von Lehrern und Politik einfordern. Wie heißt es doch so schön, letztendlich geht es uns allen um das gleiche, „das Wohl das Kindes“. In NRW gar der vollmundige Slogan: Kein Kind soll zurückbleiben. Dem sich übrigens auch die Landeshauptstadt Düsseldorf angeschlossen hat.

Die Düsseldorfer Selbsthilfegruppe Las Legas will hier ansetzen. Für Aufklärungund Stärkung sorgen, sowie für funktionierende Schnittstellen beim Dialog mit Lehrern, Schulleitung und Bürokratie. Und vor allem anderen, oder genau damit für eins sorgen: Akzeptanz

Dies nicht nur im gesellschaftlichen Kontext, sondern auch im individuellen. Wenn Eltern nicht bereit sind das Problem zu akzeptieren und konstruktiv zu lösen, sonder glauben, oder glauben wollen „es wachst sich aus“ und „besser, (auch für das KInd) wir reden da nicht drüber“, dann verhält es dich mit einer Legasthenie wie mit einer Dornwarze. Es gibt Auffassungen, die sehen in der Legasthenie ein Talentsignal und gewiss haben legasthene Menschen eine andere der Wahrnehmung. Oft verfügen sie über große Talente, die einfach nur nicht auf dem Bereich der Schriftsprache ausgedehnt sind. Diese Talente und die Fähikeiten gilt es zu fördern.

Über uns:

Gegründet im August 2015, hat Las Legas inzwischen über 50 Mitglieder. Wir führen konstruktive Gespräche mit dem Jugendamt und den verschiedenen Parteien im Landtag NRW. Darüber hinaus sind auf unsere Initiative hin Anfragen im Schulausschuss und im Jugendhilfeausschuss auf den Weg gebracht worden.

Unsere Ziele finden Sie auf unserer Webseite, hier.

Unterstützen auch Sie unsere Arbeit, denn dann erreichen wir mehr!

Unseren Mitgliedsantrag finden Sie, hier.

Information Material finden sie unter den Links auf unser Seite.
Wir empfehlen die Seiten der Legakid’s Stiftung.

Ganz besonders bedanken, für das Gelingen dieser Aktion möchte ich mich bei
Herrn Joachim  Horn und seiner Sekretärin, dem Selbsthilfe Service Büro Düsseldorf, Herrn Burkhard Hintzsche, dem Schulverwaltungsamt, den fleißigen Händen die beim rollen geholfen haben, bei MAD und nicht zuletzt bei Udo, der das alles erst möglich gemacht hat.
Und natürlich auch bei allen anderen die zum gelingen beitragen haben und weiterhin -tun.

Mach mit!

Die Plakataktion, „Dumm oder nur doof“ wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung der Selbsthilfe Förderung der Stadt Düsseldorf und umgesetzt von Las Legas. Initiative für die Rechte legasthener Menschen.

Las Legas wurde von WDR, im Rahmen des Kinderrechte Preis,
„Auch Kinder haben Recht“
als nachahmenswerte Initiative ausgezeichnet.
Machen Sie mit.

Sorgen Sie für mehr AkzepTanz

In diesem Sinne,
Viva. las Legas